Safawiden. Schah Sultan Husayn I., 1105–1135 n. Chr. AR Abbasi Datum: AH 1132 (1719/1720 n. Chr.) Münzstätte TÄBRIZ
Safawidenreich – Silberner Abbasi (4-Shahi) von Shah Sultan Husayn
Datum: AH 1132 (AD 1719/1720)
Münzstätte: Tabriz (تبريز) – Ein strategisches und wirtschaftliches Zentrum im Nordwesten Irans
Herrscher: Shah Sultan Husayn (Regierungszeit 1105–1135 nach der Hidschra / 1694–1722 nach Christus)
Nennwert: Silber Abbasi
Gewicht: 5,45 Gramm Durchmesser: 25 mm
Referenzen: Album 2683.1 (Typ D); KM #282 (Typ D)
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Vorderseite:
Die zentrale Inschrift ist elegant in Nasta'liq-Schrift eingraviert und lautet:
Das ist nicht der Fall
„Husayn, der Diener des Königs der Vormundschaft“ – eine andächtige Phrase, die die Treue zu Imam Ali und das feste Bekenntnis des Safawidenstaates zum Zwölfer-Schiismus bekräftigt.
Der Name der Münzstätte تبريز (Tabriz) und die Jahreszahl AH 1132 sind nahtlos in das kalligrafische Design integriert und sorgen so für ästhetische und chronologische Klarheit.
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Umkehren:
Zeigt das dreifache Glaubensbekenntnis der Schiiten in konzentrischen Linien:
Das ist nicht alles, was Sie brauchen
„Es gibt keinen Gott außer Allah, Mohammed ist der Gesandte Allahs, Ali ist der Freund Allahs.“
Am äußeren Rand sind die Namen der zwölf Imame aufgeführt, was die religiöse Legitimität der Dynastie und ihre doktrinäre Übereinstimmung mit dem schiitischen Islam unterstreicht.
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Historischer Kontext:
Diese Münze wurde im Jahr 1132 nach der Hidschra (1719/1720 n. Chr.) in den letzten Jahren des Safawidenreichs unter der Herrschaft von Schah Sultan Husayn geprägt. Seine Herrschaft, die oft als schwach und unentschlossen beschrieben wird, führte aufgrund von Misswirtschaft, religiöser Intoleranz und militärischer Verwundbarkeit zum stetigen Zerfall der safawidischen Autorität.
Zu diesem Zeitpunkt war das Reich zunehmend zersplittert. Die Autonomie der Provinzen hatte zugenommen, und Unruhen breiteten sich aus – insbesondere im Osten, wo die Ghilzai-Afghanen einen offenen Aufstand vorbereiteten. Nur drei Jahre später, im Jahr 1135 nach der Hidschra (1722 n. Chr.), fiel Isfahan und beendete damit die über zweihundertjährige Herrschaft der Safawiden.
Trotz zunehmender Instabilität blieben Münzen wie diese Abbasi-Münze aus Täbris ideologisch gefestigt und symbolträchtig. Die Hervorhebung von Imam Ali als „Wali Allah“ war eine direkte Bekräftigung der safawidischen schiitischen Identität im Gegensatz zu ihren sunnitischen Rivalen, insbesondere den Osmanen.
Die Münzstätte von Täbris, nahe der umkämpften nordwestlichen Grenze des Reiches gelegen, war ein wichtiges militärisches und wirtschaftliches Zentrum. Die hier geprägten Münzen dienten nicht nur dem Handel, sondern auch der politischen und religiösen Propaganda und untermauerten den Anspruch der Safawiden auf göttliche Autorität, selbst als die Dynastie ihrem Untergang nahe war.
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