Franz von Lenbach (1836–1904), Umkreis - Porträt der Elisabeth Gräfin von Sayn-Wittgenstein-Sayn

Dieses Porträt einer vornehmen Dame entstand im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts und zeigt Elisabeth, Gräfin von Sayn-Wittgenstein-Sayn. Es wurde von dem berühmten Münchner Porträtmaler Franz von Lembach (1836–1904) oder einem Maler aus seinem Umfeld gemalt. Es existieren einige bekannte Versionen dieses Lembach-Porträts: in der Städtischen Galerie im Lembach-Haus in München; im Wallraf-Richartz-Museum & der Fondation Corboud in Köln, seit 1968 als Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland (2004 Restitution an den Rechtsnachfolger von Bernhard Altmann). Darüber hinaus befinden sich einige unsignierte Versionen in Privatsammlungen, darunter auch im Besitz der Familie der Dargestellten.

Elisabeth Gräfin von Sayn-Wittgenstein-Sayn war die erste Ehefrau von Otto Emil Karl Fürst von Sayn-Wittgenstein-Berleburg, sie heirateten 1875 in Wien.

Franz Seraph von Lenbach (1836–1904) war einer der bedeutendsten Maler Münchens. Als Sohn eines Maurers stammte er aus einfachen Verhältnissen. Seit 1847 widmete er sich dem Zeichnen und Malen und studierte 1852/53 bei verschiedenen Malern, unter anderem an der Königlich Bayerischen Polytechnischen Hochschule in Augsburg sowie bei Georg Hiltensperger (1806–1890) und Hermann Anschütz (1802–1880) an der Münchner Akademie. 1857 trat Lenbach in das Atelier des Historienmalers Karl Theodor von Piloty (1826–1886) ein. Von 1863 bis 1880 arbeitete er als Kunstberater von Adolf Friedrich Graf von Schack (1815–1894) in München, Rom, Florenz und Madrid. Seine profunden Kenntnisse der Alten Meister nutzte er, um sich auf die Porträtmalerei zu spezialisieren. Ab 1866 etablierte sich Lenbach als Porträtmaler in München, erweiterte seine Kontakte und verbesserte so seine gesellschaftliche Stellung. 1882 wurde ihm der Titel „Ritter von Lenbach“ verliehen. Die Winter verbrachte er im Palazzo Borghese. Von 1887 bis 1890 ließ der Architekt Gabriel von Seidl (1848–1913) das Lenbachhaus errichten – eine repräsentative Villa nach dem Vorbild der italienischen Renaissance und des Barock am Münchner Königsplatz.[2] Anhand von Fotografien schuf er Porträts seiner prominenten Klienten aus Politik und Kultur, darunter Richard Wagner (1813–1883), Helmut Graf von Moltke (1800–1891), die beiden deutschen Kaiser Wilhelm I. (1797–1888) und Wilhelm II. (1859–1941), Kaiser Franz Joseph I. von Österreich-Ungarn (1830–1916), Prinzregent Luitpold von Bayern (1821–1912), Otto von Bismarck (1815–1898) und viele andere. Charakteristisch für seine Porträts ist die Kombination aus warm ausgeleuchteten, detailreichen Kopfpartien und sorgfältig ausgearbeiteten Gesichtszügen sowie skizzenhaften Details.


Literatur: Sonja Mehl, Franz von Lenbach 1836-1904 in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München, München 1980,

Inschrift: unsigniert.

Technik: Öl auf Leinwand, antiker, vergoldeter Rahmen aus einer früheren Epoche.

Maße: ungerahmt B 21 1/4” x H 26 1/4” (54 x 66,5 cm), gerahmt B 27 3/4” x H 32 3/4” (70,5 x 83 cm).

Zustand: fachmännisch restauriert, einige kleine Retuschen auf der rechten Seite des Gesichts.

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