Pierre Louis Moreau de Maupertuis (1698–1759) war ein französischer Mathematiker, Astronom und Naturphilosoph. Er ist für seine Beiträge zu verschiedenen Bereichen bekannt, darunter Mathematik, Physik und Biologie. Maupertuis spielte eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung des Prinzips der geringsten Wirkung, einem Grundprinzip der Physik.
Maupertuis wurde in Saint-Malo, Frankreich, geboren. Er studierte zunächst Jura, wandte sich aber später der Mathematik und der Naturphilosophie zu. Er wurde 1731 Mitglied der Französischen Akademie der Wissenschaften und erlangte Anerkennung für seine Arbeiten zur Form der Erde und zur Berechnung des Erdumfangs.
Eine der bemerkenswertesten Leistungen von Maupertuis war seine Teilnahme an der Lappland-Expedition 1736–1737, die von der Französischen Akademie der Wissenschaften organisiert wurde. Ziel der Expedition war es, die Länge eines Meridianbogens in der Nähe des Nordpols zu messen, um die Form der Erde zu bestimmen. Maupertuis‘ Berechnungen dieser Expedition lieferten Beweise zur Unterstützung von Isaac Newtons Gravitationstheorie.
Maupertuis leistete auch Beiträge auf dem Gebiet der Biologie. Er schlug das Prinzip der geringsten Wirkung in der Biologie vor und legte nahe, dass Organismen und Arten danach streben, ihren Aufwand zu minimieren und ihren Fortpflanzungserfolg zu maximieren. Diese Idee war ein Vorgeschmack auf spätere Entwicklungen in der Evolutionstheorie.
Neben seinen wissenschaftlichen Aktivitäten hatte Maupertuis ein interessantes Privatleben. Er war für sein exzentrisches Verhalten und seine kontroverse Persönlichkeit bekannt. Trotz der ihn umgebenden Kontroversen hinterließen Maupertuis‘ wissenschaftliche Beiträge einen bleibenden Einfluss auf Mathematik, Physik und Biologie.
Teilen